Glasfaser
Glasfasern werden aus einer Glasschmelze bei Temperaturen von 1200 bis 1500°C im Düsenziehverfahren hergestellt. Dabei tropft das zähflüssige Glas durch ein Lochblech aus Platin. Die austretenden heissen Glasfäden werden mit hoher Geschwindigkeit mechanisch abgezogen und dabei auf Filamentdurchmesser von 5 – 24 µm verstreckt.
Direkt unterhalb der Ziehdüsen werden die Glasfilamente mittels Wasser-
nebel abgekühlt, gebündelt, und mit einer silanhaltigen Schlichte imprägniert, die sie beim weiteren Verabeitungsprozess vor mechanischer Beschädigung schützt. Für die Verwendung als Verstärkungsfaser in
Duroplasten und Thermoplasten werden die Glasfasern in Form von Garnen,
Rovings, Vliesen oder Matten angeboten. Garne und Rovings können
in Web- und Legeverfahren zu textilen Flächengebilden, wie Gewebe und Multiaxiale Gelege, weiterverarbeitet werden. |